1943

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Konrad
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Der Krieg
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Zurück nach Hofgeismar

Unser Zug war völlig überfüllt. Meine Mutter kam gerade noch durch die Tür hinein. Die zwei schweren Koffer und wir Kinder, ein jeder von uns hatte noch einen kleinen Rucksack oder ein Päckchen zu tragen, wurden von meinem Vater durch das Fenster hinein gereicht. Mehrere Erwachsene halfen uns dabei. Der Zug fuhr ab und wir standen wie die Heringe im Gang eingekeilt. Nebenan gab es ein 1. Klasse Abteil, in dem saßen einige Soldaten in Uniform und zwei Frauen. Die nahmen uns dann in Ihr Abteil und fütterten uns mit Plätzchen und Schokolade, etwas ganz seltenes. Die Fahrt über Berlin dauerte einen ganzen Tag lang, Mitten in der Nacht landeten wir dann in Kassel, durften uns dort in der Bahnhofsmission ein paar Stunden in zwei Hochbetten ausruhen und dann ging es weiter nach Hofgeismar. Vom Bahnhof aus hatten wir noch zwei km zu laufen, nachdem meine Mutter die Koffer bei der Gepäckaufbewahrung abgegeben hatte. Diese wurden später am Tag mit dem Handwagen geholt. Gegen acht Uhr morgens waren wir wieder zu Hause. Großvater schaute aus dem Fenster und wartete schon auf uns.